Outlets nähren das Wachstum
Von shoppingvictims, 12:48In dem vergangenen viertel Jahrhundert, welches wir in der Welt der westlichen Industrienationen hinter uns gelassen haben, haben sich sogenannte Outlets oder Fabrikverkaufsstellen in unserem alltäglichen Shoppingleben etabliert.
Es gibt wohl nur wenige Menschen die selbst noch keine eigenen, persönlichen Erfahrungen mit einem Outlet gemacht haben. In aller Regel sind dies auch äußerst positive Erlebnisse. Schließlich verspricht der Besuch eines Outlets hochwertige Designer- und Markenmode zu einem stark vergünstigten, kleinen Preis. Wer es drauf anlegt kann bei einer Shoppingtour durch ein Outlet bis zu 70 Prozent des eigentlich vorgesehenen Verkaufspreises sparen. Kein Wunder also, dass sich Outlets immer größer werdenden Beliebtheit erfreut.
Die Gründe warum die angebotenen Waren in Outlets auf solch drastische Art und Weise reduziert und zum Kauf angeboten werden, können unterschiedlicher Natur sein. So stammen die teilweise unfassbaren Angebote aus Waren die nicht mehr up to date sind, also nicht mehr der aktuellen Kollektion entsprechen, Waren aus Überproduktion oder Rückläufern die in den ganz normalen Fillialgeschäften des Handels zum original Preis keinen Abnehmer gefunden haben oder aber es handelt sich um Artikel die leichte, für den Laien in aller Regel nicht zu erkennenden, Fehler aufweisen.
Dass wir, die Käufer, solche Angebote gerne nutzen um den ein oder anderen Euro zu sparen und anderweitig zu investieren, scheint in Zeiten wo eine „Geiz ist geil – Mentalität“ unser tägliches Leben bestimmt, nicht weiter verwunderlich. Auch aus Sicht der Hersteller von Designer- und Markenprodukten stellen Outlets eine prima Sache dar, können doch Waren die zum alten „Normalpreis“ sonst wohl niemals mehr einen Abnehmer finden würden, weil nicht mehr zu 100 Prozent en vogue und nicht mehr dem aller neusten Trend entsprechend. - Oder würden Sie viel Geld für eine Sache ausgeben, die nicht mehr absolut neu und voll im Trend liegt? - Im Zweifel, sieht man von Ausnahmen ab, wohl eher nicht.
Es stellt sich jedoch natürlich die Frage, warum überhaupt so zahlreiche Waren ihr Ende in einem Outlet finden. Wäre es nicht aus ökonomischer, aber auch aus ökologischer Sicht, viel sinnvoller nur soviel zu produzieren, dass lediglich der vorhandene Bedarf gedeckt werden kann? Meiner Meinung nach schon, aber das System in dem wir leben und uns bewegen lässt für solche Überlegungen kaum Platz. Schließlich leben wir seit geraumer Zeit in einer Gesellschaft die mehr und mehr von dem Konsum gesteuert und gar abhängig von diesem ist. Die Konsumgesellschaft verlangt, um weiterhin überleben und existieren zu können, gerade zu nach immer neuen Produkten, Dienstleistungen und Waren. Und wir, die Kunden, haben uns längst daran gewöhnt und würden es wohl eher als Mangel sehen und vollkommen ungewöhnlich, wenn sich die Auswahl in den Boutiquen, Trend-Shops und anderen Geschäften die mit einer schier gigantischen Warenauswahl um unseren Konsum werben, nicht alle zwei, drei Monate runderneuern würde. Wir alle leben gut in diesem System und im Prinzip profitieren alle Parteien, wie an dem Beispiel Outlet deutlich zu sehen ist. Hersteller, Händler und letztendlich auch die Kundschaft.
Darüber hinaus bleibt uns wohl auch gar keine andere Wahl als bei dem Spiel mitzuspielen. Schließlich sind wir von dem funktionieren des Systems abhängig und ein ganz entscheidender Faktor ist hier unser immer neuer Drang nach immer mehr und mehr Konsum. Denn ohne Konsum kein Wachstum und ohne Wachstum ist auch die Diktatur des Kapitals, wie vor einigen Jahren bereits die Diktatur des Proletariats, zum scheitern verurteilt.
Es bleibt also festzuhalten, das auch Outlets, Fabrikverkaufscenter, etc. dazu beitragen den Götzen Wachstum, der längst unverzichtbar ist für ein weiteres funktionieren unserer kapitalistischen Systems und der sich darin agierenden Konsumgesellschaft zu nähren.
Es gibt wohl nur wenige Menschen die selbst noch keine eigenen, persönlichen Erfahrungen mit einem Outlet gemacht haben. In aller Regel sind dies auch äußerst positive Erlebnisse. Schließlich verspricht der Besuch eines Outlets hochwertige Designer- und Markenmode zu einem stark vergünstigten, kleinen Preis. Wer es drauf anlegt kann bei einer Shoppingtour durch ein Outlet bis zu 70 Prozent des eigentlich vorgesehenen Verkaufspreises sparen. Kein Wunder also, dass sich Outlets immer größer werdenden Beliebtheit erfreut.
Die Gründe warum die angebotenen Waren in Outlets auf solch drastische Art und Weise reduziert und zum Kauf angeboten werden, können unterschiedlicher Natur sein. So stammen die teilweise unfassbaren Angebote aus Waren die nicht mehr up to date sind, also nicht mehr der aktuellen Kollektion entsprechen, Waren aus Überproduktion oder Rückläufern die in den ganz normalen Fillialgeschäften des Handels zum original Preis keinen Abnehmer gefunden haben oder aber es handelt sich um Artikel die leichte, für den Laien in aller Regel nicht zu erkennenden, Fehler aufweisen.
Dass wir, die Käufer, solche Angebote gerne nutzen um den ein oder anderen Euro zu sparen und anderweitig zu investieren, scheint in Zeiten wo eine „Geiz ist geil – Mentalität“ unser tägliches Leben bestimmt, nicht weiter verwunderlich. Auch aus Sicht der Hersteller von Designer- und Markenprodukten stellen Outlets eine prima Sache dar, können doch Waren die zum alten „Normalpreis“ sonst wohl niemals mehr einen Abnehmer finden würden, weil nicht mehr zu 100 Prozent en vogue und nicht mehr dem aller neusten Trend entsprechend. - Oder würden Sie viel Geld für eine Sache ausgeben, die nicht mehr absolut neu und voll im Trend liegt? - Im Zweifel, sieht man von Ausnahmen ab, wohl eher nicht.
Es stellt sich jedoch natürlich die Frage, warum überhaupt so zahlreiche Waren ihr Ende in einem Outlet finden. Wäre es nicht aus ökonomischer, aber auch aus ökologischer Sicht, viel sinnvoller nur soviel zu produzieren, dass lediglich der vorhandene Bedarf gedeckt werden kann? Meiner Meinung nach schon, aber das System in dem wir leben und uns bewegen lässt für solche Überlegungen kaum Platz. Schließlich leben wir seit geraumer Zeit in einer Gesellschaft die mehr und mehr von dem Konsum gesteuert und gar abhängig von diesem ist. Die Konsumgesellschaft verlangt, um weiterhin überleben und existieren zu können, gerade zu nach immer neuen Produkten, Dienstleistungen und Waren. Und wir, die Kunden, haben uns längst daran gewöhnt und würden es wohl eher als Mangel sehen und vollkommen ungewöhnlich, wenn sich die Auswahl in den Boutiquen, Trend-Shops und anderen Geschäften die mit einer schier gigantischen Warenauswahl um unseren Konsum werben, nicht alle zwei, drei Monate runderneuern würde. Wir alle leben gut in diesem System und im Prinzip profitieren alle Parteien, wie an dem Beispiel Outlet deutlich zu sehen ist. Hersteller, Händler und letztendlich auch die Kundschaft.
Darüber hinaus bleibt uns wohl auch gar keine andere Wahl als bei dem Spiel mitzuspielen. Schließlich sind wir von dem funktionieren des Systems abhängig und ein ganz entscheidender Faktor ist hier unser immer neuer Drang nach immer mehr und mehr Konsum. Denn ohne Konsum kein Wachstum und ohne Wachstum ist auch die Diktatur des Kapitals, wie vor einigen Jahren bereits die Diktatur des Proletariats, zum scheitern verurteilt.
Es bleibt also festzuhalten, das auch Outlets, Fabrikverkaufscenter, etc. dazu beitragen den Götzen Wachstum, der längst unverzichtbar ist für ein weiteres funktionieren unserer kapitalistischen Systems und der sich darin agierenden Konsumgesellschaft zu nähren.


