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ShoppingVictims

Schopping & Mode - meine große Ledienschaft



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Montag, 14. Mai 2012

NRW-Wahl: CDU böse abgestraft

Von shoppingvictims, 15:23
Das Bundesland mit den meisten Einwohnern hat am vergangenen Sonntag gewählt. Der Grund? - Es standen Neuwahlen an, weil die rot-grüne Minderheitenregierung den Haushalt für das kommende Jahr nicht im Parlament mit der nötigen Mehrheit verabschieden konnte. Zu viele Schulden urteilten die Oppositionsparteien aus CDU, FDP und der Linkspartei und ließen bereits den ersten Entwurf in erster Lesung durchfallen. Ob wirklich gewollt oder viel mehr ein „Unfall“ der Oppositionsparteien sei an dieser Stelle mal dahin gestellt. Neuwahlen wurden ausgerufen und auf den 13.05.2012 datiert.
2_outlet_wikicommons_author-Beyer Die Wähler in NRW hatten also erneut die Wahl sich zwischen den verschiedenen Parteien und deren Programmen zu entscheiden. Doch im besonderen Fokus sollten bei dieser Wahl die kandidierenden Personen stehen. Auf der einen Seite die aktuelle Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und auf der Gegenseite hatte sich Norbert Röttgen, der Umweltmister aus Berlin zur Wahl gestellt.
Die Ansichten wie es nun weitergehen soll in dem hochverschuldetem Land NRW gingen wie nicht anders zu erwachten fast schon diametral auseinander. Ein gutes Beispiel ist hier die Bildungspolitik aber auch die Frage ob grundsätzlich neue Outlets errichtet werden sollen, können und dürfen.
So sprachen sich die Kandidaten von rot-grün generell gegen Neubauten von Outlets aus, wohingegen der Spitzenkandidat der Union Norbert Röttgen, als auch FDP-Hoffnungsträger und Lebenseinhauer Patrick Lindner sich explizit für Outlets aussprachen.
So verkündete der Bundesumweltminister Röttgen im Wahlkampf gegenüber dem Remscheider General Anzeiger lauthals, dass er dem geplanten Outlet-Neubau in Remscheid durchaus „positiv gegenüberstehe“. Für vollkommen unangebracht und falsch hält Röttgen demnach den zu beobachten ängstlichen Abwehrmechanismus gegen ein solches Projekt. Stadt und Region würden sich im Rahmen eines solchen Vorhabens ganz neue Chancen und Möglichkeiten auftun die Attraktivität zu steigern.
Dumm nur, dass Röttgens positive Stellungnahme zu der Frage pro oder contra Outlets scheinbar nicht mit der Basis vor Ort abgesprochen war. So stehen mehrere NRW-Unions-Politiker einem Neubau von Outlets in ihren Wahlkreisen konträr zu ihrem Parteivorsitzenden gegenüber. Viele wollen weitere XXL-Einkaufszentren auf der grünen Wiese vor der Stadt den Kampf ansagen und reden weiter von einer Gefahr der Kannibalisierung der Städte untereinander... Einigkeit in einer solchen die Bürger durchaus stark bewegende Frage sollte eigentlich, zumindest in Wahlkampfzeiten, vorausgesetzt werden um der Partei ein eindeutiges Profil zu verleihen. Da dies nicht der einzige Punkt war zu dem die Ansichten der Unions-Politiker nicht übereinstimmend waren ist es auch kaum verwunderlich, dass die CDU ein wahres Debakel erlebte am Wahlsonntag. Am Ende steht das schlechteste Wahlergebnis für die NRW-CDU seit jeher und ist die direkte und durchaus bittere Konsequenz für eine Partei die ohne wirkliches Konzept und einheitlicher Linie versuchte die Wahl zu gewinnen.

Donnerstag, 01. März 2012

Outlets nähren das Wachstum

Von shoppingvictims, 12:48
In dem vergangenen viertel Jahrhundert, welches wir in der Welt der westlichen Industrienationen hinter uns gelassen haben, haben sich sogenannte Outlets oder Fabrikverkaufsstellen in unserem alltäglichen Shoppingleben etabliert.
Es gibt wohl nur wenige Menschen die selbst noch keine eigenen, persönlichen Erfahrungen mit einem Outlet gemacht haben. In aller Regel sind dies auch äußerst positive Erlebnisse. Schließlich verspricht der Besuch eines Outlets hochwertige Designer- und Markenmode zu einem stark vergünstigten, kleinen Preis. Wer es drauf anlegt kann bei einer Shoppingtour durch ein Outlet bis zu 70 Prozent des eigentlich vorgesehenen Verkaufspreises sparen. Kein Wunder also, dass sich Outlets immer größer werdenden Beliebtheit erfreut.outlet_01.03_2
Die Gründe warum die angebotenen Waren in Outlets auf solch drastische Art und Weise reduziert und zum Kauf angeboten werden, können unterschiedlicher Natur sein. So stammen die teilweise unfassbaren Angebote aus Waren die nicht mehr up to date sind, also nicht mehr der aktuellen Kollektion entsprechen, Waren aus Überproduktion oder Rückläufern die in den ganz normalen Fillialgeschäften des Handels zum original Preis keinen Abnehmer gefunden haben oder aber es handelt sich um Artikel die leichte, für den Laien in aller Regel nicht zu erkennenden, Fehler aufweisen.
Dass wir, die Käufer, solche Angebote gerne nutzen um den ein oder anderen Euro zu sparen und anderweitig zu investieren, scheint in Zeiten wo eine „Geiz ist geil – Mentalität“ unser tägliches Leben bestimmt, nicht weiter verwunderlich. Auch aus Sicht der Hersteller von Designer- und Markenprodukten stellen Outlets eine prima Sache dar, können doch Waren die zum alten „Normalpreis“ sonst wohl niemals mehr einen Abnehmer finden würden, weil nicht mehr zu 100 Prozent en vogue und nicht mehr dem aller neusten Trend entsprechend. - Oder würden Sie viel Geld für eine Sache ausgeben, die nicht mehr absolut neu und voll im Trend liegt? - Im Zweifel, sieht man von Ausnahmen ab, wohl eher nicht.
Es stellt sich jedoch natürlich die Frage, warum überhaupt so zahlreiche Waren ihr Ende in einem Outlet finden. Wäre es nicht aus ökonomischer, aber auch aus ökologischer Sicht, viel sinnvoller nur soviel zu produzieren, dass lediglich der vorhandene Bedarf gedeckt werden kann? Meiner Meinung nach schon, aber das System in dem wir leben und uns bewegen lässt für solche Überlegungen kaum Platz. Schließlich leben wir seit geraumer Zeit in einer Gesellschaft die mehr und mehr von dem Konsum gesteuert und gar abhängig von diesem ist. Die Konsumgesellschaft verlangt, um weiterhin überleben und existieren zu können, gerade zu nach immer neuen Produkten, Dienstleistungen und Waren. Und wir, die Kunden, haben uns längst daran gewöhnt und würden es wohl eher als Mangel sehen und vollkommen ungewöhnlich, wenn sich die Auswahl in den Boutiquen, Trend-Shops und anderen Geschäften die mit einer schier gigantischen Warenauswahl um unseren Konsum werben, nicht alle zwei, drei Monate runderneuern würde. Wir alle leben gut in diesem System und im Prinzip profitieren alle Parteien, wie an dem Beispiel Outlet deutlich zu sehen ist. Hersteller, Händler und letztendlich auch die Kundschaft.
Darüber hinaus bleibt uns wohl auch gar keine andere Wahl als bei dem Spiel mitzuspielen. Schließlich sind wir von dem funktionieren des Systems abhängig und ein ganz entscheidender Faktor ist hier unser immer neuer Drang nach immer mehr und mehr Konsum. Denn ohne Konsum kein Wachstum und ohne Wachstum ist auch die Diktatur des Kapitals, wie vor einigen Jahren bereits die Diktatur des Proletariats, zum scheitern verurteilt.
Es bleibt also festzuhalten, das auch Outlets, Fabrikverkaufscenter, etc. dazu beitragen den Götzen Wachstum, der längst unverzichtbar ist für ein weiteres funktionieren unserer kapitalistischen Systems und der sich darin agierenden Konsumgesellschaft zu nähren.

Montag, 13. Februar 2012

Schlussverkauf ist hier immer!

Von shoppingvictims, 12:51
Wir alle kennen und, so wir denn Einkaufen oder Shopping zu unseren liebsten Hobbys zählen, lieben es auf die Jagd nach den besten Schnäppchen zu gehen. Neben Elektroartikeln steht hier vor allen Dingen Mode, Fashion oder wie man es bezeichnen möchte im besonderen Fokus der Schnäppchensuchenden.
Insbesondere die Termine der zweimal im Jahr stattfindenden Schlussverkäufe zum Ende einer jeden Winter- sowie Sommersaison, sind bei vielen mit einem roten Stift im Kalender markiert - fast wie Feiertage. Und für so machen ist das Shoppingvergnügen und Geld ausgeben zu eben dieser Zeit gleichbedeutend mit einem bzw. mehreren Feiertagen. Ein Muss für jeden der top gestylt, von Kopf bis Fuß sein möchte und trotz chronisch klammen Geldbeutel nicht auf die Vorzüge, welche Markenartikel bieten verzichten möchte.
Ist gerade mal kein Winter- oder Sommerschlussverkauf, bietet sich dem shoppingverückten Volk jedoch eine Alternative. Und dies an beinahe jedem Tag des Jahres.
Diese Alternative ist in Outlet-Centern, die längst rund um den Globus verteilt, seit nunmehr gut zwei Jahrzehnten, bahnbrechende Erfolge feiern. Denn in einem Outlet-Center, ganz egal ob nahe der Hauptstadt Berlin, tief im Süden in Radolfzell am Bodensee oder einen Steinwurf davon entfernt  in der Alpenrepublik Österreich, ist immer Schlussverkauf. An mehr als 360 Tagen im Jahr kann hier geshoppt und dabei gespart werden was das Zeug hält. Rabatte von bis zu 70 Prozent auf den ehemaligen Originalpreis sind nicht hier weniger die Ausnahme als die Regel. Von Gucci über Prada bis Armani, in einem Outlet finden sich nahezu alle bekannten Designer und Markenanbieter, die dort erfolgreich versuchen, Ware die aus Überproduktion, aus der vergangenen Saison oder solche mit für den Laien kaum erkennbaren Fehlern, an den Mann und vor allen Dingen an die Frau zu bringen.
In einem Outlet ist also quasi immer Schlussverkauf. Ganz egal ob mitten in einer Saison oder gegen Ende. Wer ein Outlet versucht und mit keiner einzigen Tüte nach Hause kehrt, der hat wohl etwas falsch gemacht oder hat kein wirklich großes Interesse daran in Sachen Mode und Fashion immer up to date und stets bestens gestylt zu sein.